Es gibt Menschen aus Entwicklungsländern sowohl als auch Europäer, die den Standpunkt vertreten, dass finanzielle Hilfe und auch Güterhilfe wie Nahrung und Kleidung durch Sammlungen in den adressierten Ländern mehr Schaden anrichten als wirklich helfen. Würde man (und hier ist der Rest der Welt gemeint) Ländern wie z.B. Ghana oder Indien faire Handelsabkommen und Einfuhrbestimmungen ihrer Güter in unsere Lidls und Aldis zusichern, könnten sie sich durch die abrupte Steigerung ihres
... Marktes schon bald selbst weiterhelfen und wären auf unsere restliche „Unterstützung“ nicht angewiesen. Ob wir sie jedoch aus dieser Abhängigkeit entlassen wollen und werden, oder nicht, wird hier nicht weiter diskutiert. Ich möchte hiermit nur zum Ausdruck bringen: Kauft Fair Trade, unterstützt diese Projekte und boykottiert Lidl und Co, um guten Gewissens sagen zu können, einen Teil zur Entwicklungshilfe beizusteuern.
Unterstützung von Individuen, die schließlich durch ihren neu gewonnenen beruflichen Status ihrem eigenen Land zu Hilfe kommen können, ist wiederum ein rentabler Weg, Entwicklungshilfe zu leisten. Daher werden bereits durch einige kleinere, nicht profitorientierte Organisationen in allen Entwicklungsländern geeignete Menschen in bestimmten, benötigten Berufen ausgebildet, die ihrerseits nach erfolgreichem Abschluss zur positiven Entwicklung des jeweiligen Landes beitragen können. Diese Methode halte ich für moralisch vertretbar und geeignet, sozial engagiert zu sein.
Auf Bali unterstütze ich I Putu Rediasa, der seit seinem 6. Lebensjahr Waise ist. Er stammt aus Kubutambahan bei Singaraja auf Nordbali, einem Dorf, das fast ausschließlich aus Fischern besteht, die mit der Harpune tauchend Fische schießen. I Putu hat dieses Handwerk von seinem durch diese Arbeit ertaubten Gr0ßvater erlernt, als dieser noch lebte und verliert gerade selbst das Gehör auf einem Ohr.
Aber zuerst mehr von der Person I Putu, den ich auf seinem Lebensweg unterstütze, da durch seinen Erfolg im Beruf und der daraus resultierenden finanziellen Unabhängigkeit seinerseits, zukünftig einem Großteil seines Dorfes geholfen werden kann.
I Putu hat nach dem Tod seiner Großmutter auch sein Zuhause verloren, da Haus und Grundstück bereits zu Lebzeiten der Großmutter – Dadong - der Bank gehörten, da sie schwer dementkrank war und I Putu frequentiert Kredite für ihre diversen Arztbesuche aufnahm, da es auf Bali kein funktionierendes Gesundheitssystem gibt.
I Putu war deshalb Anfang letzten Jahres gezwungen und auch motiviert, sich erneut einen neuen beruflichen Weg zu finden , der ihn nach Sanur gebracht hat, ein touristisch vielversprechender Ort - Bali verdient knapp 80% durch den Tourismussektor, der leider durch diverse Bombenattentate in Kuta stetig zurückgeht.
Dort hat er sich für eine Ausbildung als Tauchlehrer qualifiziert, die er seit Februar diesen Jahres unentgeltlich meistert. Hierfür musste er jegliche Ausrüstung wie Tanks und Neoprenanzug über zusätzliche Kredite erstehen, seine Unterkunft bestehend aus einem Raum mit Blechdach und einem Bett selbst bestreiten, sowie für seine eigene Verpflegung selbst aufkommen, ohne im ersten Jahr der Ausbildung jedoch Bezahlung zu erhalten oder die Erlaubnis zu haben, bereits mit Touristen Geld zu verdienen.
Unterm Strich bedeutet das, dass I Putu zwar auf dem besten Wege ist, sich endlich durch den Weg einer vielversprechenden Ausbildung zum Tauchlehrer für Touristen eine finanziell sicherere Zukunft zu erarbeiten, jedoch dieses Ziel nur erreichen kann, wenn er bis dahin in seinem Vorhaben bezügliche Miete und Geld für Nahrung unterstützt wird.
Mein eigenes Engagement und der Bedarf an weiterer Unterstützung:
Bisher habe ich persönlich I Putus Miete und minimale finanzielle Unterstützung für Essen per Western Union geschickt. Da ich selbst allerdings eher bescheiden von meiner Selbstständigkeit lebe, kann ich darüber hinaus keine finanzielle Hilfe leisten.
Hier kommt mein Appell an Sie ins Spiel, mir Ihr Vertrauen zu schenken und mich bei meinen Projekten zu unterstützen.
Alle Geld- sowie Sachspenden kommen zu 100% bei I Putu an (Ich trage gerne weiterhin die 26 Euro Western Union Gebühren, die pro Geldsendung fällig sind, da I Putu kein Konto hat und bei seinem Status nach Bali Art auch keines eröffnen darf).
Hier die Zahlen: mit ca.140 Euro monatl. wären I Putus grundlegende Lebenshaltungskosten (Miete/Essen) gedeckt
Einzelne Personen in ihren eher benachteiligten Ländern und individuellen Lebensumständen zu unterstützen, ist einer der ertragreichsten und wertvollsten Wege, soziale Hilfe zu leisten, bei der Effektivität, Fairness, Nachhaltigkeit und 100%iges Erreichen der betroffenen Bevölkerung im Vordergrund stehen und gewährleistet werden können. Ich stehe voll und ganz hinter den „MenschenProjekten“, die ich initiiert habe und habe vor,auch alle privat selbst weiterzuführen, solange meine Unterstützung nötig ist. Ich hoffe auf Ihr Vertrauen in mich und I Putu, vielen Dank!